Vom 16. Februar 2015

Niedrigzinsen: Sind Bundesanleihen noch sinnvoll?

Niedrigzinsen: Sind Bundesanleihen noch sinnvoll? © Mirko Waltermann / pixelio.de

In Zeiten anhaltend niedriger Zinsen, in denen für auf Sichtheit bedachte Sparer kaum Aussicht auf Besserung besteht, suchen viele Menschen nach einer Möglichkeit, möglichst das Optimale aus dem vorhandenen Vermögen herauszuholen.

Während die Zinssätze für Tagesgeld bei den meisten Banken mitterweile die Schwelle von einem Prozent unterschreiten, lässt sich auch mit Festgeld nur dann eine halbwegs annehmbare Rendite erzielen, wenn man zu einer langfristigen Bindung bereit ist. Eine Geldanlage über fünf bis zehn Jahre zu zwei Prozent Zinsen scheuen viele Anleger aber nachvollziehbarerweise, würde diese Bindung doch bestehen bleiben, wenn es mit den Zinsen wieder aufwärts gehen sollte.

Bundesanleihen sind für den privaten Anleger, der eher kleine Beträge vermehren möchte, gleichsam unattraktiv geworden wie Fest- und Tagesgeld. Während es für zehnjährige Bundesanleihen im Moment wenigstens noch 0,4 Prozent Zinsen gibt, die freilich komplett und noch darüber hinaus von der Inflation aufgefressen werden, sind die Zinssätze für kürzere Bundesanleihen sogar negativ.

Lohnend sind Bundesanleihen überwiegend nur dann, wenn man Beträge anlegen möchte, die über die gesetzliche Einlagensicherung nicht abgedeckt sind. Außerdem interessant sind Bundesanleihen für Spekulanten, die negative Zinsen in der Hoffnung auf Kursgewinne in Kauf nehmen.

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