Vom 04. Januar 2015

Griechenland: Diskussionen um Euro-Austritt nehmen zu

Griechenland: Diskussionen um Euro-Austritt nehmen zu © Dieter / pixelio.de

Im Vorfeld der am 25. Januar anstehenden Parlamentswahl in Griechenland, die nötig geworden ist, weil der konservative ehemalige EU-Kommissar Stavros Dimas vergangene Woche im Parlament auch im dritten Anlauf nicht die erforderliche Mehrheit bekommen hat, wird viel über die Zukunft des seit langem kriselnden Landes im Südosten Europas diskutiert.

Während bei den Umfragen in Griechenland das Linksbündnis mit Alexis Tsipras an der Spitze vorne liegt, das unter anderem einen Schuldenschnitt anstrebt, nehmen die Spekulationen um einen möglichen Euro-Austritt Griechenlands zu.

Wie der „Spiegel“ berichtet, hat sich die deutsche Bundesregierung inzwischen von ihrer zuvor strikten Haltung, Griechenland auf jeden Fall in der Euro-Zone halten zu wollen gelöst und damit Anlass zu weiteren Diskussionen gegeben. Besonders positiv aufgenommen hat diesen Kurswechsel die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD), deren Chef Bernd Lucke sich dadurch auch ein Stück weit bestätigt sieht: „Ich begrüße die späte Einsicht von Frau Merkel und Herrn Schäuble, dass ein Austritt Griechenlands aus dem Euro verkraftbar wäre.“

Der „Wirtschaftsweise“ Peter Bofinger warnt hingegen in der „Welt am Sonntag“ vor unabsehbaren Folgen, die ein Austritt Griechenlands aus dem Euro-Bündnis haben könnte: „Ein solcher Schritt wäre mit sehr hohen Risiken für die Stabilität des Euro-Raums verbunden.“

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