Vom 08. Juli 2014

Kredite: Vorsicht vor Strafzinsen – Vorfälligkeitsentschädigungen oft sehr hoch

Kredite: Vorsicht vor Strafzinsen – Vorfälligkeitsentschädigungen oft sehr hoch © Q.pictures / pixelio.de

Wer vor der eigentlich seit 2008 anhaltenden Wirtschaftskrise einen Immobilienkredit abgeschlossen hat, darf sich seit Jahren darüber ärgern, dass die Zinsen immer weiter sinken, während man selbst an die deutlich teureren Vereinbarungen gebunden ist, die in der Regel erst nach der Zinsbindungsfrist von zehn Jahren gekündigt werden können.

Allerdings gibt es dennoch oft eine Möglichkeit aus den teuren Krediten auszusteigen, wobei dabei von Seiten der Bank Kulanz nötig ist. Dieses Entgegenkommen lassen sich die meisten Kreditinstitute allerdings sehr gut bezahlen, wie nun der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) nach einer weitreichenden Untersuchung warnt, sodass unter dem Strich eine genaue Prüfung sinnvoll ist und gegebenenfalls besser in den sauren Apfel gebissen und weiterhin der monatliche Zins abgedrückt werden sollte.

Die sogenannten Vorfälligkeitsentschädigungen, mit denen die Banken entgangene spätere Zinseinkünfte ausgleichen wollen, sind nach Auffassung des vzbv bei annähernd zwei Drittel der untersuchten Banken „signifikant überhöht“. Die gesetzlichen Möglichkeiten, laut denen eine Vorfälligkeitsentschädigung maximal ein Prozent der ausstehenden Kreditsumme betragen darf, nutzt der Großteil der Banken nahezu völlig aus.

Für Dorothea Mohn vom vzbv ist die aktuelle Höhe der Vorfälligkeitsentschädigungen für viele Verbraucher sogar „existenzbedrohend“. Der vzbv fordert daher eine gesetzlich standardisierte Berechnungsmethode für Vorfälligkeitsentschädigungen, um mehr Transparenz zu erhalten.

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