Vom 11. April 2014

Statistisches Bundesamt: Sinkende Energiepreise drücken Inflationsrate auf 1,0 Prozent

Statistisches Bundesamt: Sinkende Energiepreise drücken Inflationsrate auf 1,0 Prozent © Lupo / pixelio.de

Die Inflationsrate in Deutschland ist im März erneut gesunken. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, lag die Teuerungsrate im vergangenen Monat nur noch bei 1,0 Prozent, womit sich der Abwärtstrend weiter fortgesetzt hat.

Waren es im Dezember noch 1,4 Prozent, ging es seit schrittweise nach unten. Im März wurde nun nach 1,3 Prozent im Januar und 1,2 Prozent im Februar der tiefste Stand seit August 2010 erreicht, was nach Angaben der Statistiker in erster Linie an im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich niedrigeren Energiepreisen lag.

Während sich die Preise für Mineralölprodukte im Jahresvergleich um 4,2 Prozent verbilligt haben, sind Lebensmittel heute weiterhin deutlich teurer als im Jahr 2013. Gegenüber März 2013 kosteten Nahrungsmittel im letzten Monaten 2,2 Prozent mehr, womit sich der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln allerdings signifikant abgeschwächt hat. Im Vergleich zum letzten Jahr müssen Verbraucher aber unter anderem für Molkereiprodukte, Speisefette, Obst und Fisch nach wie vor tiefer in die Tasche greifen.

Die sinkende Inflation, die außer in Deutschland auch im übrigen Euroraum zu beobachten ist, bereitet den Währungshütern der Europäischen Zentralbank, deren Ziel stets eine Inflation von knapp unter zwei Prozent ist, bislang noch keine allzu großen Sorgen. Grund dafür sind die allgemeinen Prognosen, laut denen die Preise 2015 wieder steigen werden.

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