Vom 14. März 2014

Statistisches Bundesamt: Inflation in Deutschland sinkt auf 1,2 Prozent

Statistisches Bundesamt: Inflation in Deutschland sinkt auf 1,2 Prozent © Uwe Schlick / pixelio.de

Die Inflationsrate in Deutschland ist im Februar erneut gesunken. Wie Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise durchschnittlich nur noch um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, womit der niedrigste Wert seit August 2010 erreicht wurde.

Nachdem die Preise im Januar noch um 1,3 Prozent gestiegen waren, rechnen die meisten Experten aber nicht mit einer Fortsetzung der moderat steigenden Preise. Vielmehr geht etwa das renommierte Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) davon aus, dass die Inflation spätestens im nächsten Jahr sogar deutlich über der von der Europäischen Zentralbank angestrebten Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent liegen dürfte. Als Grund dafür nennt das IfW die erwartete Hochkonjunktur, die sich im nächsten Jahr mit höheren Preisen bemerkbar machen könnte.

Für die aktuell vergleichsweise niedrige Inflation ist laut dem Statistischen Bundesamt in erster Linie die rückläufige Preisentwicklung bei Mineralölprodukten verantwortlich. So kostete etwa leichtes Heizöl 8,7 Prozent weniger als im Februar 2013 und Kraftstoffe waren 6,3 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat.

Dagegen sind die Preise für Nahrungsmittel mit 3,5 Prozent erneut überdurchschnittlich gestiegen. Vor allem Butter mit 20,5 Prozent mehr ist heute deutlich teurer als noch vor einem Jahr. Auch bei Quark mit 18,4 Prozent und Schnittkäse mit 12,5 Prozent haben die Preise mächtig angezogen.

Anzeige: