Vom 07. März 2014

Urteil: Schiffsfonds nicht als Altersvorsorge geeignet

Urteil: Schiffsfonds nicht als Altersvorsorge geeignet © angieconscious / pixelio.de

Im Moment ist es wahrlich nicht einfach, eine Geldanlage zu finden, die ebenso sicher wie rentabel ist. Gleiches gilt für die Altersvorsorge, bei der derzeit allenfalls eingeschränkt attraktive Produkte auf dem Markt sind, die anders als noch in den 90er-Jahren keine Rendite von sechs und mehr Prozent mehr garantierten.

Da ist es kein Wunder, dass viele Menschen relativ schnell vermeintlich verlockenden Empfehlungen ihrer Bank oder ihres Anlageberaters folgen und sich auf riskante Dinge einlassen. So werden nicht selten Fonds empfohlen, die unternehmerische Beteiligungen zum Beispiel an Schiffen, Immobilien oder Flugzeugen beinhalten.

Laut eines aktuellen Urteils des Landgerichtes Heilbronn sind etwa Beteiligungen an einem Schiffsfonds als Altersvorsorge ungeeignet. In einem konkreten Fall wurde die Volksbank Brackenheim-Güglingen aus der Nähe von Heilbronn wegen nicht anlegergerechter Beratung zur Zahlung einer halben Million Euro plus entgangener Zinsen verurteilt, nachdem Privatpersonen die Beteiligung an einem Schiffsfonds als Altersvorsorge-Produkt empfohlen worden war

Nach Ansicht des Klägers und des Gerichts hätten die Schiffsfonds allerdings nicht als Altersvorsorge empfohlen werden dürfen, da diese unter anderem im Vergleich zu frei handelbaren offenen Investmentfonds im Normalfall für den Anleger erst nach Ablauf einer jahrelangen Laufzeit wieder verfügbar sind.

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