Vom 24. Januar 2014

Prokon: 75.000 Anleger müssen nach Insolvenzantrag bangen

Prokon: 75.000 Anleger müssen nach Insolvenzantrag bangen © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) / pixelio.de

In Zeiten niedriger Zinsen suchen viele Anleger seit längerem nach Möglichkeiten, um mehr als die ein bis zwei Prozent Rendite, die sichere Geldanlagen versprechen, aus ihrem Ersparten herauszuholen. Dass vermeintlich vielversprechende Anlageformen aber oft mit einige Risiko behaftet sind, wird nun im Falle Prokon deutlich.

In den vergangenen Jahren hat die Prokon Regenerative Energien GmbH mit bis zu acht Prozent Zinsen pro Jahr für Investitionen in Windenergie geworben und hat auf diese Weise Gelder von rund 75.000 Anlegern erhalten, die angelockt von der starken Rendite und einem seriösen Konzept bereitwillig in sogenannte Genussrechten investierten.

Seit dieser Woche ist nun offiziell, dass Prokon zahlungsunfähig ist und einen Insolvenzantrag stellen musste. Im Moment ist es den vielen Kleinanlegern nicht möglich, sich das eingezahlte Kapital auszahlen zu lassen, doch etwas Hoffnung, dass das investierte Geld vielleicht doch nicht ganz verloren ist, besteht noch.

Denn weil Prokon auch über viele Sachwerte verfügt, hofft man, im Zuge der Insolvenz auf einen Investor, durch den der Betrieb weitergehen und auch die Anleger bedient werden könnten. Zumindest aber ist es möglich, dass die Sachwerte verkauft werden und dadurch eine Insolvenzmasse entsteht, aus der Anleger etwas von ihrem Kapital ausgezahlt bekommen könnten.

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