Vom 27. September 2013

Postbank droht Klagewelle nach offenbar bewusster Falschberatung

Postbank droht Klagewelle nach offenbar bewusster Falschberatung © CFalk / pixelio.de

Seit der jüngsten Ausgabe der RTL-Sendung „SternTV“ herrscht bei Kunden der Postbank helle Aufregung. Nachdem das Magazin berichtete, dass Mitarbeiter des Geldinstitutes Kunden trotz besseren Wissens falsch beraten haben, droht der Postbank eine Klagewelle.

Aus internen Schreiben, die den Mitarbeitern von „SternTV“ vorliegen, geht demnach hervor, dass die Postbank eine Falschberatung bewusst in Kauf genommen und auch Beschwerden dagegen konsequent abgewehrt hat. Eine Folge der alles andere als optimalen Beratung war, dass mehrere Hundert Postbank-Kunden ihr Vermögen ganz oder teilweise verloren haben. Dass diese nun natürlich der Sache auf den Grund gehen wollen, ist nur zu verständlich.

In einem konkreten Fall wurde einer auf eine sichere Geldanlage bedachten Frau die Investition von 150.000 Euro in geschlossene Schiffsfonds empfohlen, bei denen es sich um eine langfristige Anlageform mit zehn bis 25 Jahren Laufzeit und mit einem hohen Risiko handelt. Als Folge dieser Beratung entgegen dem eigentlichen Wunsch verlor die Frau ihr Vermögen nahezu komplett. Bei einem Prozess gegen die Postbank einigten sich beide Seiten dann auf einen Vergleich von 40.000 Euro.

Zu den Fehlberatungen kommt es auch deshalb, weil die Postbank-Berater nicht bei der Bank angestellt sind, sondern auf selbstständiger Basis arbeiten und deshalb verstärkt auf ihre Provisionen achten, die bei suboptimaler Beratung oft höher sind.

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