Vom 02. Juli 2013

EU-Ermittlungen: Deutsche Bank erneut unter Verdacht

EU-Ermittlungen: Deutsche Bank erneut unter Verdacht © Terramara / pixelio.de

Die Deutsche Bank sieht sich wieder einmal mit Ermittlungen der Europäischen Union konfrontiert. Genau wie zwölf weitere europäische Geldinstitute wird die Deutsche Bank von der EU-Kommission verdächtigt, geheime Absprachen beim Handel mit Kreditausfallversicherungen (CDS) getroffen und sich so Vorteile verschafft zu haben.

Wie die Wettbewerbsbehörde in Brüssel mitteilte, gehören unter anderem auch der internationale Swap- und Derivate-Verband ISDA und der Finanzdaten-Anbieter Markit zu den verdächtigten Instituten, die ihre exponierte Stellung im billionenschweren Handel mit Kreditausfallversicherungen unter anderem dazu genutzt haben sollen, zwei Börsen-Betreiber vom Markt fernzuhalten, indem untereinander entsprechende Absprachen getroffen wurden. Bei den Opfern der Ansprachen soll es sich vor allem um die Deutsche Börse in Frankfurt und die Börse Chicago Mercantile Exchange handeln.

Die betroffenen Banken wurden von der EU-Kommission nun schriftlich mit den Vorwürfen konfrontiert und zu einer Stellungnahme aufgefordert. Im Falle einer Verurteilung droht der deutschen Bank wie den anderen involvierten Großbanken – etwa JP Morgan, Barclays und Goldman Sachs – empfindliche Strafen, die bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes betragen könnten.

Während EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia von einem „klaren Verstoß gegen die europäischen Regeln“ sprach, sollte sich der Verdacht erhörten, gibt es von Seiten der Deutschen Bank zu den Vorwürfen noch keinen offiziellen Kommentar.

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