Vom 05. März 2013

Krankenkassen: Zinsen für ausstehende Zahlungen sollen sinken

Krankenkassen: Zinsen für ausstehende Zahlungen sollen sinken © Joerg Koch/dapd

Auch wenn es keine offiziellen Statistiken dazu gibt, haben die Krankenkassen, gesetzliche wie private, seit langem Probleme mit einer Vielzahl an Menschen, die ihre Beiträge nicht zahlen, was in erster Linie daran liegt, dass sie die finanziellen Mittel dafür nicht haben.

Dass die meisten Kassen bei Nichtzahlung zum Teil horrende Säumniszuschläge erheben, verbessert die Situation für die Betroffenen nicht und führt vor allem nicht dazu, dass die offenen Posten beglichen werden können. Vielmehr häufen sich über einen längeren Zeitraum hinweg immer mehr Schulden an, die nicht selten nur noch die Privatinsolvenz als Ausweg ermöglichen.

Wie die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) berichtet, hat Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) das Problem erkannt und will die monatlichen Säumniszuschläge, die bei den gesetzlichen Kassen aktuell fünf Prozent betragen, deutlich zu kürzen. So soll der Zuschlag künftig nur noch ein Prozent betragen. In der privaten Krankenversicherung plant Bahr derweil die Einführung von sogenannten Nottarifen, für maximal 100 Euro im Monat zumindest für Notfälle einen Versicherungsschutz bieten sollen.

Der offenbar bereits weit entwickelte Gesetzesentwurf soll laut der FAZ noch vor der Bundestagswahl im September verabschiedet werden.

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