Vom 01. Mai 2012

Deutsche Bank: Höhere Mindestgebühr für Kontoüberziehung gilt ab Juli

Deutsche Bank: Höhere Mindestgebühr für Kontoüberziehung gilt ab Juli © Mario Vedder/dapd

Wer sein Girokonto bei der Deutschen Bank hat und öfter einmal ins Minus rutscht, sollte künftig etwas genauer aufpassen. Denn ab Juli erhöht das Kreditinstitut die Gebühren, wenn ein Konto über den vereinbarten Disporahmen hinaus überzogen wird.

Schon wenn man lediglich einmal mit einem Euro über den Dispositionskredit hinaus ins Minus kommt, werden pro Quartal 6,90 Euro fällig. Zumindest werden die Gebühren aber mit den Zinsen verrechnet, sofern diese mehr als 6,90 Euro betragen. Als Entgegenkommen für die Kunden ist nach Angaben der Bank auch zu werten, dass der Zinssatz für den Fall, dass der Disporahmen überzogen wird, von 17,5 auf 16,75 Prozent gesenkt wird.

In diesen Tagen macht die Deutsche Bank ihre Kunden durch Vermerke auf den Kontoauszügen auf die Änderungen aufmerksam. Wer damit nicht einverstanden ist, hat die Möglichkeit, der Vertragsanpassung bis zur Einführung im Juli zu widersprechen. Wer von diesem Recht Gebrauch macht, kann sein Konto ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kostenfrei auflösen.

Derweil äußern sich Verbraucherexperten kritisch zu der neuen Mindestgebühr. So kündigte der Bankenexperte vom Verbraucherzentrale Bundesverband, Frank Christian Pauli, im „Handelsblatt“ an, die Änderungen auf ihre Rechtmäßigkeit hin überprüfen zu wollen.

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