Vom 23. April 2012

Trotz niedriger Zinsen: Deutsche sparen wieder mehr

Trotz niedriger Zinsen: Deutsche sparen wieder mehr © Timur Emek/dapd

Obwohl sich die Sparzinsen aufgrund der Niedrigzinspolitik der EZB, deren Ende nicht absehbar ist, seit Monaten auf einem äußerst niedrigen Niveau bewegen und vor allem mit Geldanlagen bei Filialbanken meist nicht einmal die Inflationsrate ausgeglichen werden kann, sparen die Menschen in Deutschland wieder mehr.

Laut dem „Sparerkompass Deutschland 2012“, den die mit führende Direktbank Bank of Scotland in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa erstellt hat, sind es statt 17 Prozent im Vorjahr nur noch neun Prozent der Deutschen, die gänzlich darauf verzichten, Geld auf die hohe Kante zu legen.

Dagegen spart mit 57 Prozent, was einer Steigerung von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, die Mehrheit der Deutschen regelmäßig und mit 31 Prozent legt immerhin ein knappes Drittel der Bundesbürger regelmäßig Geld auf die Seite.

Am beliebtesten ist dabei unverändert das klassische Sparbuch, auf das 63 Prozent der Deutschen setzen, obwohl die Zinsen dafür meist sogar unter einem Prozent liegen. Auf Platz zwei folgen 58 Prozent, die in Form einer Lebens- oder privaten Rentenversicherung für das Alter vorsorgen. Immer beliebter wird derweil die Anlage auf einem Tagesgeldkonto, was inzwischen 46 Prozent der Deutschen nutzen und den Bausparvertrag vom dritten Platz verdrängt hat.

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