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Vom 06. Januar 2011
© Martin Oeser/ ddp/ dapd
Wie der Baumarktkonzern Praktiker am Donnerstag auf Basis vorläufiger Berechnungen im saarländischen Kirkel bekannt gab, ist der Jahresumsatz im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro zurück gegangen.
Damit bewahrheiteten sich die Befürchtungen des Unternehmens, das erst im Oktober die Prognose gesenkt und für 2010 einen mittleren einstelligen Umsatzrückgang angekündigt hatte.
Den deutlichsten Rückgang verzeichneten dabei die Praktiker-Märkte mit 8,5 Prozent im Vergleich zu 2009. Ausschlaggebender Grund hierfür seien die deutlich zurückgefahrenen Rabattaktionen, die mit dem Slogan “20 Prozent auf alles” einen großen Bekanntheitsgrad erreichten. Allerdings habe diese Maßnahme nur Umsatz gekostet, der ohnehin wenig Ertrag eingebracht hatte.
Im Gegensatz dazu verzeichnete die zu Praktiker gehörende Baumarktkette Max Bahr einen im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend konstanten Umsatz. Neben dem Umsatzrückgang bei den Praktiker-Märkten fallen vor allem die um 4,8 Prozent auf rund eine Milliarde Euro gesunkenen Auslandserlöse negativ ins Gewicht. Grund hierfür sind die teilweise drastischen Sparmaßnahmen der Regierungen wie beispielsweise in Griechenland, die auch bei den Bürgern zu Zurückhaltung führten.
Die genauen Zahlen will das Unternehmen am 30. März veröffentlichen. Schon zuvor im Februar soll die Öffentlichkeit zudem über angedachte neue Strategien unterrichtet werden.